Das Kompriband – eine starke Verbindung einzelner Elemente

Beim Bau eines Gebäudes treffen immer wieder unterschiedliche Einzelteile – Formen, Materialien, Eigenschaften – aufeinander, die sich nicht ohne Weiteres verbinden lassen. Doch wer die Fuge zwischen zwei Bodenbelägen schließen oder die Fenster winddicht gestalten möchte, kann auf sogenannte Kompribänder zurückgreifen.

Das Band in komprimierter Form
Beim Kompriband handelt es sich einen Polyurethan-Schaumstoff, der in dünne Bahnen geschnitten wird. Die Breite und die Länge werden anhand der zu bearbeitenden Fuge gewählt. Das Band ähnelt somit einem Klebeband und kann wie dieses mühelos auf die zu verdichtende Stelle aufgebracht werden. Erst innerhalb weniger Stunden entfaltet das komprimierte und großporige Material sein volles Volumen. Es füllt sich mit Luft, dehnt sich aus und kann auf diese Weise etwa zur Abdichtung oder als Füllstoff zum Einsatz kommen. Die Bänder sind aufgrund ihrer hohen Krafteinwirkung sogar in der Lage, zwei Bauteile ohne zusätzliches Verkleben miteinander zu verbinden.

Das Kompriband im Einsatz
Der offenzellige Werkstoff wird vorrangig beim Bau von Gebäuden verwendet. So soll er etwa kleinere Lücken in der Fassade schließen und somit das Eindringen von Nässe und Kälte vermeiden. Gleichzeitig wird auch das unerwünschte Herausziehen von Heizwärme umgangen. Fenster und Dächer können zudem winddicht gestaltet, sich bewegende Metall- und Holzflächen beim Dehnen und Zusammenziehen geschont werden. Auch für Bodenfugen bietet sich eine Verdichtung mit dem rutsch- und abriebfesten Material an, das zudem farblich dem Umfeld mühelos angepasst werden kann. Darüber hinaus ist der Einsatz in der Fahrzeugindustrie üblich. Insbesondere beim Zusammentreffen unterschiedlicher Materialien wird dort die Verbindung häufig mit Kompribändern hergestellt.

Auf die Qualität achten
Die diversen Anwendungsmöglichkeiten haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass das Kompriband in zahlreichen Ausführungen und Formen entstanden ist. Je nach Verwendungszweck können also seine Eigenschaften voneinander abweichen. Insbesondere die Witterungsbeständigkeit und die Luftdurchlässigkeit gelten als entscheidende Kriterien zum Abdichten eines Gebäudes. Beim Einsatz in der Küche oder im Badezimmer wäre dagegen die Frage relevant, ob das Band auch hohen Temperaturen sowie der Durchdringung mit heißem Wasserdampf trotzen kann. Kommen die Bänder an transparenten Stellen zur Anwendung, müssen diese zudem unempfindlich gegenüber der Sonnenstrahlung und anderen Lichtquellen gefertigt sein.

Langlebig und verträglich
Ist das passende Kompriband aber erst einmal gefunden worden, so fügt es sich nahtlos in Lücken und Fugen ein – und kann dort bis zu zwei Jahrzehnte überdauern, ohne Anzeichen eines Verschleißes zu zeigen. Erst nach dieser Frist wird es langsam hart und weist poröse Stellen auf. In diesem Zustand ist ein Auswechseln des Bandes erforderlich. Bis dahin wird es die an ihn gestellten Aufgaben aber zur vollen Zufriedenheit verrichten. Es verträgt sich gut mit anderen Baustoffen, kann in seiner Wirkungsweise also nicht von diesen beeinflusst werden. Kompribänder gelten somit nicht ganz zu Unrecht als die stillen und oft übersehenen Helfer beim Bau von Häusern, Autos oder Containern.

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