Nachhaltiges Investieren – Geld mit gutem Gewissen anlegen

In der heutigen Zeiten herrscht ein breiter gesellschaftlicher Konsens darüber, dass es dem Planeten schlecht geht. Die Klimaerwärmung zeigt sich auch bei uns in der Schweiz schon deutlich in Form von klimatischen Veränderungen. Aus diesem Grund besteht bei vielen Mitbürgern der Wunsch ihr Geld denjenigen Firmen zur Verfügung zu stellen, die eine Verbesserung der Situation anstreben. Das Thema Nachhaltiges Investment steht hoch im Kurs. Doch wie genau funktioniert das? Können sich Anleger darauf verlassen, dass ihr Geld in guten Händen landet? Wir stellen einige Möglichkeiten vor, mit denen solche Investments möglich werden.

Nachhaltiges Investment – was bedeutet das?

Auf der Erde gibt es Rohstoffe, die begrenzt sind: Gas, Kohle und Öl zum Beispiel. Sie für die Gewinnung von Energie zu verbrennen ist nicht nachhaltig, denn sie lassen sich nicht wiedergewinnen. Zudem ist ihre CO2 Bilanz äusserst negativ. Auf der anderen Seite gibt es Energiequellen, die immer da sein werden: Solartechnik, Windkraft oder Wasserkraft. Wer sie nutzt, dem gehen die Rohstoffe niemals aus. Mit ihnen wird kein CO2 freigesetzt.

Es gibt jedoch auch fossile Energieträger, die nachhaltiger Natur sind. Dazu gehört vor allem Holz. Bäume wachsen immer wieder nach. Wichtig dafür ist, dass auf den Flächen jedes Jahr immer nur genau so viele Bäume gefällt werden, wie in der gleichen Zeit der Erde entwachsen. Dann bleibt der Bestand auf ewig konstant. Auch das ist zu 100% nachhaltig.

Manche fassen den Begriff noch weiter. Sie beziehen noch diejenigen Firmen ein, die in der Umwelttechnik tätig sind. Solche Unternehmen forschen an Technologien, mit denen sich zum Beispiel Müll besser wieder verwerten lässt. Oder, durch die der Energieverbrauch in der Gesellschaft reduziert werden kann. Auch sie leisten einen wertvollen Beitrag.

All diese Firmen tragen dazu bei, dass die Umwelt sich irgendwann wieder erholt. Wer ihnen Geld zur Verfügung stellt, der sorgt dafür, dass sie ihre Aktivitäten noch schneller und noch besser vorantreiben können.

Welche Möglichkeiten für nachhaltiges Investment gibt es?

Für Anleger bieten sich in diesem Bereich eine Reihe von Optionen, um nachhaltig agierenden Akteuren Geld zur Verfügung zu stellen. Manche davon sind an der Börse möglich, andere nur durch spezielle Investments. Wir stellen einige der gebräuchlichsten vor.

Solaranlagen und Photovoltaik

Auf die Dächer der schweizer Häuser leuchtet viel Sonne. In Zeiten der Klimaerwärmung wird es immer mehr. Dort lassen sich Solarzellen anbringen, mit denen sich die Stromversorgung des Landes deutlich verbessern würde. Damit würden Millionen Haushalte Teile ihres Stroms selbst produzieren. Überschüssige Energie kann sogar gegen Geld ins Netz eingespeist werden. In den Kraftwerken müsste dann immer weniger Kohle oder Gas verbrannt werden. Lukrativ wird das ganze dadurch, dass die Preise für Photovoltaik in den letzten Jahrzehnten massiv gesunken sind. Gleichzeitig ist ihre Energieeffizienz deutlich gestiegen.

Solarzellen sind auf jeden Fall ein hervorragendes, nachhaltiges Investment. Denn aller Vorausrechnung nach, wird die Sonne die Erde noch ein paar Milliarden Jahre mit Licht versorgen. Die Lebensdauer der Anlagen ist so hoch, dass sie weit mehr Energie erzeugen als ihre Herstellung erfordert. Für die Installation solcher Zellen gibt es in nahezu allen Kantonen eine gezielte Förderung. Es werden Zuschüsse unterschiedlichster Art gewährt.

Holzinvestments

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und geht bei entsprechendem Anbau niemals aus. Seine CO2-Bilanz liegt genau bei Null. Jeder Baum besteht aus Kohlenstoff. Dieser wird über die Jahre aufgenommen und in den Stamm eingelagert. Wird er irgendwann einmal verbrannt, dann verbindet sich dieser mit Sauerstoff und wird zu CO2. Dabei entsteht jedoch niemals mehr davon als der Umwelt vorher entzogen wurde. Es bleibt ein Nullsummenspiel, so dass Klimaneutralität gewährleistet wird.

Wer Holz als ein nachhaltiges Investment nutzen möchte, der kann dies auf verschiedenen Wegen tun:

Es gibt die Möglichkeit entsprechenden Firmen direkt Geld zur Verfügung zu stellen. Damit erwirbt der Investor selbst ein Stück Land mit Wald. Es wird dann von einem Betreiber bewirtschaftet. Auf diesem Wege wird wohl niemand reich. Darum geht es den meisten ohnehin nicht. Experten rechnen mit stabilen Renditen im ein- bis zweistelligen Bereich. Je nach dem, wie sich der Holzpreis entwickelt, sind die Erträge Schwankungen ausgesetzt.

Eine andere Option wäre es über geschlossene oder offene Fonds in solche Ländereien einzusteigen. Alternativ ist es möglich Aktien von Firmen zu kaufen, die sich auf die umweltgerechte Bewirtschaftung von Forstflächen spezialisiert haben.

Aktienfonds und ETF

Auch an den Vermögensverwaltern ist der Trend nicht spurlos vorbeigegangen. Experten haben eine Reihe von Unternehmen am Markt ausgesucht und in verschiedenen Fonds zusammengefasst. Sie werden häufig von Fondsmanagern betrieben, die nach ganz konkret vorgegebenen Auswahlkriterien Papiere ausfindig machen. In der Regel geht es dabei um Aktien und Anleihen von Unternehmen aus dem Bereich Umwelt. Welche das sind,  und nach welchen Kriterien gehandelt wird, das findet sich normalerweise in der Fondsbeschreibung. Anteile an diesen Fonds lassen sich bei der Investmentgesellschaft gegen eine Gebühr erwerben.

Alternativ dazu gibt es noch die sogenannten ETF. Dabei handelt es sich um Fonds, die nicht durch einen Manager geführt werden. Stattdessen orientieren sich die Gesellschaften an einem Index, welcher dann durch den Computer nachgestellt wird. Das heisst, es werden die Papiere gekauft, die Teil eines Index sind. Bewegt sich der Index, bewegen sie die Anteilsscheine in gleichem Umfang.  ETF sind an der Börse frei handelbar, so dass Anleger zu jeder Zeit ein nachhaltiges Investment tätigen können, ohne dafür Gebühren entrichten zu müssen.

Weitere Informationen zum Thema nachhaltiges Investment finden sie hier.